Biographischer Hintergrund

Rethorn…

Rethorn, Foto: Kai de Barse Ich wurde an einem Sonntag im März im niedersächsischen Delmenhorst geboren und wuchs im kleinen Rethorn auf. Ich wirkte in diversen Kinder- und Schulchören, Musicalgruppen und Schulbands mit und erhielt einige Jahre lang klassischen Gesangsunterricht, angefangen im Alter von 14 Jahren. Davon einmal abgesehen, nahm meine „Band“-Karriere an einem völlig verregneten kalten Herbsttag im Alter von 16 Jahren ihren Anfang. Ich war zu Fuß unterwegs in den Nachbarort und beschloss mich kurz bei einem Industriegebäude unterzustellen, aus dem ich Musik hörte. Während ich dort so stand und wartete, dass der Regen nachließe, hörte die Musik irgendwann auf. Aus dem Gebäude kam ein Mann heraus, rauchte draußen eine Zigarette und plauderte (entgegen norddeutscher Gewohnheit) munter auf mich ein. Schließlich fragte er mich, ob ich mit rein käme und ob ich zufällig singen könne. „Ganz zufällig“, erwiderte ich, „suche ich gerade eine Band“.

Rethorn, Foto: Kai de Barse Rainer, so hieß er, gab mir kurz die Gelegenheit, Schlagzeuger und Bassisten zu begrüßen, griff zu seiner Gitarre, drückte mir ein Mikro in die Hand und stellte mir ein paar seiner Songs vor, die ich mit Begeisterung sang. Nach einer zweistündigen Session, die extrem viel Spaß machte, war klar: Band gefunden, Sängerin gefunden. Kurios an der Sache war, dass Rainer die ganze Zeit dachte, ich sei die Freundin des Drummers, die eigentlich vorbeikommen wollte. Nur deshalb hatte er mich so leutselig angesprochen. Der Drummer wiederum dachte, ich sei eine Freundin von Rainer, weil dieser mich ja schließlich in den Probenraum gebracht hat. Erst nach der Probe stellte sich heraus, dass niemand mich kannte. Nun ja, die Band hieß „Candy House“, und ich glaube, dass ich dort etwa 1 Jahr blieb und Independent-Music sang, irgendwas zwischen Tom Waits, Velvet Underground und Lou Reed….

Berlin…

Berlin, Tauentzien Nach dem Abitur ging ich zum Studium nach Berlin und sang dort (neben verschiedenen Bands und dem Acapella-Quartett „Vocal Affair“) sechs Jahre bei den „Village Voices“, einem Berliner Jazz- und Gospelchor. In diesem Kontext hatte ich 1997 die Möglichkeit, an der ersten CD mitzuwirken, die im Format 24/96 in Europa anlässlich der Internationalen Funkausstellung aufgenommen wurde („Berlin Affair“ – Werke von Chopin und Chie Ishii). Dieses Datenformat sagt Euch jetzt wohl eher nichts, entwickelte sich aber schließlich zum Standard und ist das, was heute mit DVD-Spielern wiedergegeben wird.

Winton Marsalis

Ein weiteres musikalisches Highlight aus der Zeit in Berlin war für mich das Mitwirken in der „Vocal Jazz Connection Berlin“, die 2001 an einer Produktion der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado beteiligt war. Das Stück „All Rise“ des amerikanischen Komponisten und Jazz-Musikers Wynton Marsalis wurde mit Marsalis und seinem Lincoln Center Jazz Orchestra in drei Konzerten in der Philharmonie aufgeführt.

Fränkische Ü-Städte…

Fürth, Foto: www.vowe.net, Herzlichen Dank!

2002  verschlug es mich dann aus beruflichen Gründen nach Nürnberg/Fürth. Ich traf eines Abends im Irish Cottage Pub auf Ronny Fuchsbauer von „John Lee Booker T. & the empties“, die auf der dringenden Suche nach einer Sängerin waren. Ein Termin zum gemeinsamen Musizieren fand sich schließlich und seitdem war ich 5 Jahre lang Leadsängerin der Soul-Gruppe.

Nürnberg, Foto: www.vowe.net, Herzlichen Dank! Einmal Fuß gefasst dehnte ich meine musikalischen Aktivitäten von fÜrth über nÜrnberg nach wÜrzburg aus – im Norden haben wir nicht soviele Orte mit Ü – wo ich 2 Jahre lang bei  Soul’n’Pepper sang.
Mehr zu den aktuellen Projekten „besaitet begleitet“, „Get the Gospel!“ und „Lieblingsliebesliedern“ gibt es unter Bands und Projekte.

Auf ins Ländle…

2010: „Neustart“ in Ludwigsburg – und wieder der Job als Umzugsgrund. Musikalisch hat sich in der Zeit dort nach kleinen Startschwierigkeiten auch einiges getan. Mit dem „Rock and Soul Kolleg“ haben wir sehr laute Musik gemacht und so manche Hochschulveranstaltung zum Tanzen gebracht. Ziemlich schnell hat sich auch das Quartett Jz4 gegründet, das ebenfalls aus Kollegen bestand. „Über die Liebe und wie man sie wieder los wird“ hieß unser Abschlusskonzert zugunsten eines guten Zwecks, bei dem verjazzte Liebeslieder mit Cello, Piano, Vibraphon und Drums gespielt wurden und ordentlich das Spendenkonto füllten! Da sage noch einmal jemand, die Schwaben seien sparsam….

Back to the roots!

So, und da isse nun wieder, quasi bei Rethorn um die Ecke, und hat sich nach mittlerweile einigen Jahren der musikalischen Deprivation und nach dem ersten Eingelebe wieder auf Musikersuche gemacht.

Copyright © 2019 by: • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.